1. Mai 2020

Tag der Arbeit

 Sein politischer Ursprung geht zurück auf die US-amerikanische Arbeiterbewegung. Schon seit 1860 kämpfte die Arbeiterbewegung für die Arbeitszeitreduzierung, die damals von dreizehn auf zehn Stunden am Tag verkürzt wurde. 1886 riefen Handel- und Arbeitergewerkschaften zu einem mehrtägigen Generalstreik auf, um die äußerst schlechten Arbeitsbedingungen und die mangelnde Bezahlung der Industriearbeiter zu verbessern. Der 1. Mai wurde nicht zufällig gewählt, der 1. Mai war der „Moving Day“, an dem in Amerika traditionell alte Arbeitsverträge ausliefen und neu geschlossen wurden. Im Mai 1886 setzten sich die Streikenden für die Verkürzung der Arbeitszeit von zehn auf acht Stunden ein. Um den Achtstundentag endgültig durchzusetzen, beteiligten sich am ersten Tag des Generalstreiks in den USA rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben. Als „Nebenprodukt“ der Streiks und der gemeinsamen Aktionen bewog die Vertreter der einzelnen Gewerkschaften bereits 1890 zur Gründung des Dachverbandes, die Geburtsstunde des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die SPD beschloss im Oktober 1890 den 1. Mai als dauerhaften „Feiertag der Arbeit“ einzuführen und organisiert seither zusammen mit Gewerkschaften die Mai-Kundgebungen.

Heute ist der 1. Mai nicht nur in Amerika und Deutschland, sondern auch der Schweiz, Zimbabwe, Argentinien, Tansania, Türkei und vielen anderen Ländern ein offizieller gesetzlicher Feiertag. Alljährlich gedenken wir der Errungenschaft. Arbeiterinnen und Arbeiter beteiligen sich an Demonstrationen, Kundgebungen und sogenannten Mai-Spaziergängen. 

In diesem Jahr feiern wir den 1. Mai in ganz besonderer Weise. Allein, zuhause, mit der Familie in kleinem Kreis, oder online. Aber gerade deshalb sollten wir in diesem Jahr dem 1. Mai seine Bedeutung zukommen lassen. Die Corona-Krise verlangt derzeit sehr viel von uns allen ab. Nicht nur privat, gerade auch in den Unternehmen, Familienbetrieben und Solounternehmen. Das Corona-Virus hat die gesamte Welt im Griff. Weltweit über 211.000 Tote und mehr als 3 Millionen Infizierte. Noch ist unklar, wann diese Krise überwunden sein wird. Die Folgen der Krise sind nicht absehbar und wir brauchen einen starken Zusammenhalt, um die gesamtwirtschaftliche Situation gemeinsam zu meistern.

Deshalb machen wir uns in der SPD für Sie alle stark, denn teilen verbindet. Ob mit der

 

  • Erhöhung des Kurzarbeitergeldes,
  • Anpassung des Kindergeldzuschlages für finanzschwache Familien,
  • Aussetzung der Kindergartenbeiträge,
  • Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung,
  • Lohnersatz wegen Kita- und Schulschließung,
  • Rückerstattung von Elternbeiträgen aufgrund der Kitaschließungen,
  • Notbetreuung für Eltern in systemrelevanten Berufen,
  • Arbeiten im Home-Office,
  • Förderung der kultureller Angebote,
  • BAföG für Studierende und Auszubildende,
  • Hilfsangebote für Menschen in Krisensituationen (Krisentelefone),

und unzähligen Unterstützungen und Fördermaßnahmen durch die Europäische Union, vom Bund und Land, um all den Menschen zu helfen, die durch die Krise in Not geraten. All diese Maßnahmen wurden maßgeblich mit der SPD realisiert.

Deshalb, feiern Sie den 1. Mai mit uns!

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir einen geruhsamen Feiertag,

bleiben Sie alle gesund!

Glück Auf

Ricarda Kerl